Unsere Standortdaten

Der Landkreis Unterallgäu ist Lebensraum für rund 143.000 Menschen, die sich auf insgesamt 52 Städte, Märkte und Gemeinden verteilen. Bei einer Gesamtfläche von 1.230 km² ergibt sich damit eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von knapp 115 Einwohner pro km².

Nicht zuletzt aufgrund der stabilen mittelständischen Strukturen in Handwerk, Handel und Dienstleistungen bietet der Wirtschaftsraum ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsplätzen. Mit einer saisonalen Arbeitslosenquote von 1,6 bis 2,2 % im Jahr 2017/18 herrscht im Landkreis Unterallgäu nahezu Vollbeschäftigung.

Die Standortvorteile des Wirtschaftraums Memmingen-Unterallgäu auf einen Blick sowie die richtigen Ansprechpartner finden Sie in unserem Standortflyer. Interessierte Unternehmen oder Gemeinden können den Standortflyer kostenlos beim Landratsamt Unterallgäu unter wirtschaft(at)lra.unterallgaeu.de oder 08261 995-375 anfordern oder hier downloaden. Den Flyer gibt es sowohl in englischer (Flyer Englisch) als auch deutscher Sprache (Flyer Deutsch).

Betriebsstruktur

Der Landkreis Unterallgäu ist geprägt von einer vorwiegend familiengeführten mittelständischen Wirtschaftsstruktur. Über 90 % aller Betriebe sind Kleinstbetriebe mit weniger als neun Beschäftigten. Insgesamt beträgt der Anteil an Betrieben die unter 250 Beschäftigte haben über 99 %.

* Beschäftigte = SVB (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte)
Größenklassen Zahl der Betriebe Anteil (in %)
0 - 9 Beschäftigte* 6.012 91,0 %
10 - 49 Beschäftigte 495 7,5 %
50 - 249 Beschäftigte 89 1,3 %
ab 250 Beschäftigte 18 0,3 %
Betriebe gesamt 6.614 100 %

© 2018 Bayerisches Landesamt für Statistik

Branchenstruktur

Die Branchenstruktur im Unterallgäu wird im Wesentlichen durch das produzierende Gewerbe und hierbei insbesondere durch das verarbeitende Gewerbe dominiert. Rund 52 % aller Erwerbstätigen im Landkreis sind im produzierenden Gewerbe beschäftigt und erwirtschaften über 52 % der gesamten Bruttowertschöpfung (BWS). Die größten Arbeitgeber der Region sind der Maschinenbau, das Ernährungsgewerbe und die Elektrotechnik.

Branche Anzahl der Beschäftigten* (SvB) Anteil (in %)
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 567 1,2 %
Produzierendes Gewerbe 25.032 53 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 9.247 19,6 %
Unternehmensdienstleister 3.592 7,6 %
öffentl. und priv. Dienstleister 8.802 18,6 %
Gesamt 47.241 100 %

*Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort

© 2018 Bayerisches Landesamt für Statistik

Industrie und Handwerk

Überragenden Anteil an der günstigen Wirtschaftsentwicklung haben neben dem heimischen Handwerk vor allem die im Wirtschaftsraum ansässigen mittelständischen Industrieunternehmen im verarbeitenden Gewerbe.

2015 arbeiteten im Unterallgäu im Wirtschaftszweig des verarbeitenden Industriegewerbes ca. 18.475 sozialversicherte Beschäftigte.  Die rund 124 Industriebetriebe (> 20 Beschäftigte) erzielten im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz von rd. 3,79 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Umsatzplus von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr (Vergleichswert Schwaben +5,6 %; Bayern +4,3 %). Der Unterallgäuer Anteil am gesamten Industrieumsatz Schwabens betrug im Jahr 2015 rund 9,3 %.

Die große Bedeutung des heimischen Handwerks spiegelt sich in folgenden Zahlen wieder. 2017 existierten im Unterallgäu 2.364 Handwerksbetriebe. Seit der letzten Handwerkszählung im Jahr 1977 ist die Anzahl der Handwerks- und handwerksähnlichen Betriebe damit von 1.475 auf 2.364 gestiegen. Im Jahr 2017 erzielten diese Betriebe einen Umsatz in Höhe von rund 1,39Mrd. Euro. In den Handwerksbetrieben des Unterallgäus sind zur Zeit ca. 10.900 Personen beschäftigt.

Anzahl der Handwerksbetriebe im Unterallgäu nach Branchen

Branche 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017  
Ausbaugewerbe 786 813 828 838 864 852 861 867
Bauhauptgewerbe 338 344 336 340 340 344 339 329
Handwerke für den gewerblichen Bedarf 271 272 277 269 273 277 297 306
Kraftfahrzeuggewerbe 176 174 177 172 179 180 179 173
Lebensmittelgewerbe 128 123 122 117 113 111 105 104
Gesundheitsgewerbe 49 49 52 51 52 51 53 51
Handwerke für den privaten Bedarf 464 473 473 486 486 510 516 534
Betriebe gesamt 2.212 2.248 2.265 2.273 2.307 2.325 2.350 2364

Ausbildungsmarkt

Im Berichtsjahr 2017/18 meldeten sich im Landkreis Unterallgäu 765 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren ca. 10 Personen weniger als noch im Vorjahr 2016/17. Zugleich gab es 1.078 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 89 Stellen im Vergleich zum Berichtsjahr 2016/17.

© Statistik der Bundesagentur für Arbeit, März 2018

Ausbildungsverhältnisse IHK Schwaben und HWK Schwaben:

Neuverträge 2018 Neuverträge 2017 Bestehende Ausbildungs- verhältnisse 2017 Bestehende Ausbildungs- verhältnisse 2018  
IHK Schwaben derzeit nicht verfügbar      
HWK Schwaben 287 313 800 868

Pendlerdaten und Arbeitsplatzschwerpunkte

Während täglich rund 14.996 Menschen zur Arbeit in den Landkreis Unterallgäu pendeln, liegt die Anzahl der Auspendler (über die Kreisgrenzen hinweg) bei ca. 25.553 Beschäftigten (SvB). Das entspricht einem negativen Pendlersaldo von - 10.557 Personen. Damit beträgt die Einpendlerquote rund 37 %, der Anteil der Auspendler jedoch knapp 63 %.

In nahezu allen Kommunen des Landkreises liegt der Anteil der Auspendler über dem der Einpendler. Arbeitsplatzschwerpunkte innerhalb des Landkreises sind die Kreisstadt Mindelheim (+3.979), aber auch die Gemeinde Wolfertschwenden, die ein Pendlersaldo von +1.721 aufweist. Wichtigster Arbeitsstandort in der näheren Umgebung ist die kreisfreie Stadt Memmingen, die mit einem Pendlersaldo von +12.378 mit Abstand am meisten Erwerbstätige aus den Umlandgemeinden anzieht.

Tourismus

Der Anteil des Tourismus beträgt etwa 10 % der gesamten Bruttowertschöpfung des Landkreises und stellt damit einen bedeutenden Baustein der Unterallgäuer Wirtschaft dar. Im Jahr 2016 floss dem Unterallgäu durch den Tourismus Kaufkraft in Höhe von 120,9 Mio. Euro zu (2014: 121,3 Mio. €). Mittel- oder unmittelbar sind rund ein Viertel der Arbeitsplätze von diesem Wirtschaftszweig abhängig.
Die jährlich über 1 Mio. Gästeübernachtungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Kurzentren Bad Wörishofen, Bad Grönenbach und Ottobeuren sowie den staatlich anerkannten Erholungsort Babenhausen und die Stadt Mindelheim. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 4,1 Tage.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 2017

Der Tourismus im Kneippland® Unterallgäu stellt sich wie folgt dar:

  Übernachtungen 2016 Übernachtungen 2017 Ankünfte 2016 Ankünfte 2017
B. Wörishofen 700.918 687.592 147.952 148.304
B. Grönenbach 164.437 164.814 27.686 28.595
Ottobeuren 97.012 94.256 48.052 47.353
Babenhausen 19.727 19.260 7.564 7.298
Mindelheim 52.670 57.198 20.628 22.249
Gesamt 1.034.764 1.023.120 251.882 253.799

© Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V., 2017