Nahversorger

Kleine Nahversorgungsbetriebe im Lebensmittelbereich (Dorfläden, Bäcker, Metzger) sind in ländlichen Gemeinden von größter Bedeutung. Zum einen sichern sie die fußläufige Nahversorgung vor Ort, zum andern sind sie Treffpunkt und Ort der Kommunikation und ein Garant für eine lebendige Ortsmitte.

In den letzten Jahrzehnten hat sich aufgrund der zunehmenden (Auto-)Mobilität der Bevölkerung, verstärktem Wettbewerb und verändertem Konsumverhalten ein erheblicher Strukturwandel im Lebensmitteleinzelhandel vollzogen. Seit 1990 sind deutschlandweit über 85% der kleinen Läden (unter 400 qm Verkaufsfläche) verschwunden (EHI Retail Institute 2018).

Insbesondere die kleinen Nahversorger stehen vor der großen Aufgabe, ein für Konsumenten attraktives und gleichzeitig wirtschaftlich tragbares Versorgungsangebot dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Immer öfter ohne Erfolg. Für die Bürger und Kommunen eine zunehmende Herausforderung, da mit dem Niedergang der Nahversorger ein Verlust an Wohn- und Lebensqualität einhergeht, insbesondere auch für die immobilen Teile der Bevölkerung.

Zusammen mit den Partnern IHK Schwaben, HWK Schwaben und ProNah e.V. hat sich der Landkreis Unterallgäu daher zum Ziel gesetzt, die Situation der Nahversorger im Unterallgäu zu untersuchen und aus dieser Studie, die von der Universität Augsburg durchgeführt wurde, Erfolgsfaktoren für Nahversorger des ländlichen Raums abzuleiten. Gleichzeitig sollen Nahversorger hier neben weiterführenden Links relevante Informationen zu Veranstaltungen, Beratungs- und Fördermöglichkeiten sowie Praxisbeispielen aus der Region erhalten.